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Advent-Mitspiel-Konzert im Kölner Dom mit der Kölner Band "De Höhner" (Bilder 1 und 2 von Robert Boecker, alle weiteren Fotos von Eltern)
Aufmerksam gemacht wurde die Leiterin der Flöten AG, Frau Düster, auf dieses
Ereignis durch einen Zeitungsartikel Ende Oktober, in der für ein
Adventmitspielkonzert zusammen mit der Kölner Kultband „De Höhner“ im Dom
berichtet wurde. Der erste Gedanke:
„Toll, aber noch ein Termin?“
Am nächsten Tag sprach Frau Kohlgraf ihre Kollegin auf diesen Artikel an,
und sehr schnell stand fest: Da soll die Flötengruppe unserer Schule mitmachen!
Noch am gleichen Tag wurden alle Eltern der Gruppe informiert, die sofort
begeistert waren, mit ihren Kindern am 5. Dezember in den Kölner Dom zu fahren
und dort mitzuspielen.
Im Internet konnten sich die Kinder anmelden und die Lieder, die an diesem
Nachmittag gespielt wurden, als Musikdateien und mit den entsprechenden
Notenvorlagen zum Üben herunterladen.
Beispiele der Lieder, die im Konzert gespielt werden sollten:
Es ist für uns eine Zeit angekommen, Hillich ovend bin ich doheim
Sieben Lieder waren der Flötengruppe bekannt, und für die restlichen sechs neuen
Lieder mussten zahlreiche Zusatzproben eingeplant werden. Da hieß es üben, üben,
üben. Die Kinder waren aber alle so motiviert, dass dies kein Problem war.
Keiner hätte anfangs gedacht, dass die Kinder alle Lieder nahezu perfekt spielen
konnten, sogar ein karibisches Weihnachtslied war dabei.
Der große Tag des Auftritts rückte immer näher. Alle waren etwas aufgeregt,
obwohl jedes der Kinder von einem Elternteil begleitet werden durfte. Keiner
hatte jemals in einer so großen Gruppe von über 2500 Musikerinnen und Musikern
und 500 Sängern gespielt, keiner hatte jemals im Dom und dann noch zusammen mit
den Höhnern gespielt! Würden wir alle einen Sitzplatz bekommen? Wo würden wir in
dem für uns Holzbläser vorgesehenen Block Platz finden? Wie wird das
Zusammenspiel sein? Wird man uns Blockflöten überhaupt hören?
Endlich, eine Stunde vor Beginn des Konzertes am 5. Dezember wurde das
Hauptportal vom Dom geöffnet, und alle strömten mit ihren Instrumenten hinein.
Leider waren wir über drei Reihen verteilt, aber alle hatten einen Sitzplatz,
konnten auf den Hochaltar sehen, und die Eltern fanden einen Platz, ganz in
unserer Nähe. Nachdem dann die Notenständer und die Noten platziert waren, sahen
wir uns um. Welch eine Menge verschiedener Instrumente: Streicher, besonders
viele Geigen, Gitarren, Keyboards, Flöten aller Art, Klarinetten, Saxophone,
Fagotts, Mundharmonikas, Oboen, die Blechbläser: Trompeten, Posaunen, Hörner und
viele andere, uns weniger bekannte Instrumente. Der ganze Dom schien voller
Akteure zu sein, und wir saßen mitten drin in diesem imposanten Bauwerk.
Schon kurze Zeit später erschien Janus Fröhlich, Schlagzeuger der Höhner, der
das Konzert moderierte. In der nun folgenden Probe wurden alle Lieder mit der
Band durchgespielt. Es klappte erstaunlich gut, und der Klang war überwältigend.
Die Aufnahmen des Konzertes im Fernsehen und an den Radios konnten dies nur
annähernd wiedergeben. Nach der Probe kam auch unser Kardinal Joachim Meisner
mit einem Horn unter dem Arm. Er begrüßte alle und stellte dann allerdings klar,
dass er leider kein Instrument spielen könne, dafür aber kräftig mitsingen
würde.
Um 15:15 Uhr begann das eigentliche Konzert. Alle waren sehr konzentriert bei
der Sache. Der Abschluss beim Kanon klappte, das
Feliz navidad wurde von Mario, einem
Gastmusiker, der eine Ukulele spielte und
Swing low, sweet chariot
und
The Virgin Mary had a baby boy wurde
von der Sängerin Jasmina gesungen. Petra Dirkes vom Generalvikariat erzählte zur
Auflockerung des Programms zwei bekannte Nikolauslegenden. Es war ein
himmlisches Konzert, trotz der eisigen Temperaturen und der vor Kälte tropfenden
Flöten. Das Ende kam viel zu plötzlich. Frau Düster hatte den Kindern
versprochen nach dem Konzert mit Janus Fröhlich, einem alten Klassenkameraden
aus ihrer Schulzeit, ein Foto zu machen. Nicht nur das gelang, sondern auch noch
ein Foto mit Hannes Schöner dem Bassisten der Gruppe wurde gemacht. Einige
Kinder holten sich auch noch Autogramme
von den „Stars“.
Am Schluss wurden wir noch von einem Reporter des Domradios nach unseren
Eindrücken und wo wir her kamen in einem Interview gefragt. Für alle war dies ein unvergesslicher Nachmittag. Am Ende dankte der Kardinal sehr herzlich und versprach, dass dies nicht das letzte Konzert dieser Art im Dom gewesen sein wird. |
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