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Unsere Patenkinder

Weihnachtspost unserer Patenkinder          zum Patenmarsch 2006

Vor zwölf Jahren haben wir die Patenschaft für Marina Thaler übernommen, die im SOS-Kinderdorf Hinterbühl bei Wien ein neues Zuhause gefunden hat. Damals war Marina gerade drei Jahre alt. Wir unterstützen Marina monatlich mit 50,- DM. Hinzu kommen Geldgeschenke zum Geburtstag und zu Weihnachten. Marina und ihre Kinderdorfmutter schreiben uns immer zu Weihnachten und Ostern. In der Regel bekommen wir auch im Sommer Ferienpost. Das letzte Bild, das wir von Marina haben, zeigt sie als Kommunionkind mit Gipsfuß. Marina hat am 20. August Geburtstag.

Seit 1996 unterstützen wir ein zweites Patenkind, Daniel Pysz. Er wohnt im SOS-Kinderdorf in Seekirchen. Daniel wurde am 15. November 1988 geboren. Zwei unserer Klassen halten immer Briefkontakt zu den Patenkindern und den Familien. Sie schreiben zum Geburtstag, zu Weihnachten und Ostern und zum Ferienbeginn und schicken auch immer das neueste Martinushorn. Von den Patenkindern bekommen wir immer Ferienpost.

Das Geld, mit dem wir Marina und Daniel unterstützen, verdienen unsere Schülerinnen und Schüler mit Patenmärschen, die wir alle drei bis vier Jahre durchführen. Die ersten und zweiten Schuljahre wandern an diesem Tag fünf Kilometer, die dritten und vierten Schuljahre wandern zehn Kilometer und erbitten von "Sponsoren" 0,50 € für jeden gegangenen Kilometer. Beim nächsten Patenmarsch, der wahrscheinlich im Herbst 2006 stattfinden wird, rechnen wir wieder mit schönem Wanderwetter und großen Einnahmen.


Informationen über die SOS-Kinderdörfer

Das erste SOS-Kinderdorf wurde 1949 in Imst in Tirol gebaut. Hermann Gmeiner, damals Medizinstudent und ehrenamtlich als Gruppenleiter in der kirchlichen Jugendarbeit tätig, hatte mit Schrecken und Sorge beobachtet, wie Jugendliche, vor allem Jungen, in die Kriminalität abzugleiten drohten, weil ihnen ein sicheres Zuhause und Geborgenheit fehlten und niemand da war, der mit ihnen über ihre Nöte und Sorgen sprach. Viele wuchsen nach dem schrecklichen Krieg ohne Vater auf. Die Mütter konnten sich nicht um die Heranwachsenden kümmern, da sie für den Unterhalt der Familie sorgen mussten. So waren die Mädchen und Jungen oft sich selbst überlassen, und da es einfach an allem fehlte, holten sie sich das, was sie brauchten oder glaubten haben zu müssen, wo sie es gerade entdeckten. Hermann Gmeiner hatte kein Geld, um seine Idee zu verwirklichen. Aber mit seinem Mut, seinem Durchhaltevermögen und seiner Überzeugungskraft konnte er zunächst in Österreich, heute weltweit, Menschen finden, die ihn finanziell unterstützten. Ein Reporter, der für die Tageszeitung über den Baubeginn des ersten Hauses in Imst berichten sollte, hatte wie viele für Hermann Gmeiner und seine Idee zunächst nur ein mildes Lächeln übrig. Wie sollte dort ein Kinderdorf entstehen können, wo Hermann Gmeiner doch völlig mittellos war? Dieser Reporter war einer der ersten, die sich von Hermann Gmeiner und seiner Idee anstecken ließ und ihn ein Leben lang unterstützen.

Die Kinder, die heute in SOS-Kinderdörfern aufwachsen, sind in den wenigsten Fällen Waisen. Oft ist es so, dass die Familien in einer großen Notsituation sind und die Eltern nicht mehr für ihre Kinder sorgen können. Bei der Aufnahme in ein SOS-Kinderdorf werden leibliche Geschwister nie getrennt. Den Kindern wird auch nichts übergestülpt. Sie wachsen in der Religionszugehörigkeit auf, die sie von ihrem ursprünglichen Elternhaus mitbringen.

Hermann Gmeiner ist im Kinderdorf in Imst begraben. Sein Nachfolger in der Leitung der SOS-Kinderdörfer ist Helmut Kutin. Nach dem frühen Tod seiner Mutter wuchs Helmut Kutin selbst in einem SOS-Kinderdorf auf.

Wer noch mehr über Hermann Gmeiner und die Geschichte der SOS-Kinderdörfer wissen möchte; findet Informationen im Internet unter http://www.hgfd.de.


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Stand: 12. September 2011